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Hintergrund


Entstehungsgeschichte


Helmut Stumm

1. Ortsbeigeordneter

Burgen (Untermosel), 2007

Die Entstehungsgeschichte der KuWoB (KulturWocheBurgen) und des Kulturpreises "Burgener Rebstock"

Es war im Sommer 1995, als ich von einem engagierten Mitbürger unserer Gemeinde, dem späteren Kulturbeauftragten Peter W. Neuborn, gefragt wurde, warum denn der Burgener Haushaltsplan keinen Kulturetat beinhalte. Eine plausible Antwort kam mir nicht in den Sinn. Klar, die Ortsvereine als Kulturschaffende im weitesten Sinne betrieben Heimatpflege und Brauchtum, sie wurden denn auch von der Ortsgemeinde finanziell recht großzügig unterstützt, aber Kulturetat? War das nicht etwas für die Kommunen, die Theater, Orchester zu unterhalten hatten? Der Begriff Kulturetat war bis dahin mit unserem Gemeindehaushalt nie in Verbindung gebracht worden.

Als die nächsten Haushaltsplanberatungen anstanden, wurde dann erstmals diskutiert, eigene Mittel für Kulturarbeit auszuweisen, eigentlich nicht recht wissend, wie der Einsatz dieser Mittel aussehen sollte. Man dachte eher an z.B. eine Zuschussgewährung für Busfahrten ins Theater nach Koblenz oder ähnliches.

Im Frühjahr 1997 wurde im Rahmen der Dorferneuerungsdiskussion von der beauftragten Dorfmoderatorin, Frau Beate Bimmer, übrigens ein Glücksfall für die Gemeinde, ein sogenannter Kulturkreis ins Leben gerufen. Hier hatte jeder interessierte Mitbürger die Möglichkeit, seine Ideen einzubringen. Dieser Kreis sollte untersuchen, wie Kultur im ländlichen Raum platziert werden könne. Schnell zeigte sich, dass der Begriff Kultur recht mannigfach besetzt ist, jeder verstand eigentlich etwas anderes, die vielfältigsten Vorschläge wurden diskutiert.

Aber eines war allen gemeinsam: Es wurde "...den Beteiligten deutlicher und bewusster, dass Kunst und Kultur ein wesentlicher Bestandteil der örtlichen Lebensgemeinschaft ist." (aus "Von der Idee zum Projekt KuWoB '98" von Peter W. Neuborn)

Aus diesem Kulturkreis ging dann ein kleineres Team hervor, das sich speziell mit der Ausrichtung einer KulturWoche Burgen beschäftigte. Für diese geplante Veranstaltungsreihe musste ein griffiges Kürzel gefunden werden: der Begriff KuWoB wurde geboren; er war zugegebenermaßen nicht unumstritten, er hat sich zwischenzeitlich jedoch eingebürgert und ist ein fester Begriff für künstlerisch wertvolle Veranstaltungen in der kleinen Untermoselgemeinde Burgen geworden.

Auch die Welt der LOGOS forderte ihren Tribut. Lange Zeit wurde überlegt, getüftelt, am Bildschirm die Pixel gezählt, bis man die Verbindung mit der Burg Bischofstein, Burgen gegenüberliegend, gefunden hatte.

Seitdem zierte dieses Logo alle Veröffentlichungen, Plakate, Handzettel und Einlasskarten der Veranstaltungsreihe Kulturwoche Burgen.

Im Rahmen der vorbereitenden Arbeiten zur ersten KuWoB sprachen, diskutierten, verhandelten wir mit vielen Menschen, die – wie wir – sich haupt- aber auch überwiegend ehrenamtlich mit „Kultur auf dem Land“ beschäftigten. Deren herausragendes Engagement zu würdigen, beschloss die Gemeinde, einen (nicht dotierten) Kulturpreis zu stiften, der an eine Person oder Gruppe verliehen werden sollte, die sich besondere Verdienste in der Pflege und Förderung kultureller Werte in der Hunsrück-Mosel-Eifel-Region erworben hat.

In einer weinbautreibenden Gemeinde war die Namensfindung für den Kulturpreis nicht so sehr schwierig: der „Burgener Rebstock“ war geboren.

Die Auslobung des Preises erbrachte eine Vielzahl von Nominierungen. Die Jury hatte es zugegebenermaßen nicht leicht, einen der Kandidaten auszuwählen, denn alle Nominierten hätten eigentlich eine Ehrung verdient.

In den ersten Jahren waren es im übrigen nur männliche Kandidaten, die zum Vorschlag kamen; das hat sich in der Zwischenzeit aber einigermaßen austariert.

Und während dieser Artikel geschrieben wird, ist die Vorschlagsliste schon wieder länger geworden – auch Kandidatinnen sind genannt!

Die ersten Kulturpreise wurden im Rahmen einer Veranstaltung der Kulturwoche Burgen vergeben. Dort hatten sie jedoch nicht den richtigen Stellenwert erfahren können, die Laudatio und die Vergabe des Preises wurden naturgemäß etwas an den Rand gedrängt. In den letzten Jahren wurde dann dem Anlass entsprechend der „Burgener Rebstock“ in einer eigenen festlich gestalteten Veranstaltung überreicht. Hier steht der Preisträger im Mittelpunkt - und das ist auch richtig so.

Die bisherigen Preisträger sind

Die Gemeinde Burgen ist stolz auf ihre Preisträger !